Ein Krimidinner ist ein interaktives Rollenspiel, bei dem alle Teilnehmer eine Rolle übernehmen und gemeinsam einen fiktiven Mordfall lösen. Jeder Gast schlüpft in die Haut eines Verdächtigen, dessen persönliche Geheimnisse und Beziehungen zum Opfer vorab festgelegt sind. Und einer spielt den Mörder.

An Spannung mangelt es nicht: Im Wechsel zwischen Spielfortschritt und gemeinsamem Essen werden nach und nach Hinweise aufgedeckt und diskutiert. Dein Ziel ist es, unter den Gästen den wahren Täter zu entlarven und dabei einen unterhaltsamen Abend zu erleben.

Ein typisches Krimidinner besteht in der Regel aus drei Runden, in denen immer neue Details bekannt werden.

Höhepunkt ist die finale Abstimmung: Wer hat das beste Alibi und weist falsche Angaben auf? Wer kann stichhaltige Beweise vorlegen?

Durch geschicktes Fragen und Kombinieren sollst du den Mörder unter den Gästen enttarnen.

 

Vorbereitung und Rollenverteilung

Eine sorgfältige Vorbereitung ist das A und O.

Als Gastgeber übernimmst du die Organisation: Du legst Termin und Thema fest und verteilst die Rollen. Dabei kannst du die Rollen nach Sympathie vergeben oder sie zufällig ziehen lassen. Wichtig ist, dass jeder Gast rechtzeitig eine Einladung mit den Vorabiinformationen zu seiner Rolle erhält – hier sind Hinweise auf den Charakter, Beziehung zum Opfer, Motive, Verkleidungstipps und ein mögliches Motiv versteckt.

Unsere Krimidinner-Sets enthalten bereits vorbereitete Einladungskarten, Rollenkarten, Kostümvorschläge und sogar Audios, was dir den Planungsaufwand erheblich reduziert.

  • Rollenverteilung: Nutzt alle Pflichtrollen, tauscht bei Bedarf aber das Geschlecht – Frauen können Männerrollen übernehmen und umgekehrt.

  • Einladungen: Versende die Einladungen frühzeitig. Sie enthalten nur einen kurzen Abriss der Rolle, Kostümtipps sowie Ort und Termin. Die ausführlichen Rollenhefte bekommen die Spieler erst am Spielabend selbst.

  • Atmosphäre schaffen: Ein einfaches Kostüm (Hut, Federboa, Verkleidung) hebt die Stimmung enorm. Lege gern auch einen Zeitplan fest – ein Krimidinner dauert meist mehrere Stunden. Plane ausreichend Pausen für Essen und Getränke ein.

 

Ablauf und Spielregeln

Das Krimidinner folgt einem festgelegten Ablauf. In der Regel beginnt der Abend damit, dass du als Gastgeber oder Spielleiter die Hintergrundgeschichte vorliest und sich alle Mitspieler kurz vorstellen.

Danach geht es in drei Haupt-Runden: In jeder Runde lesen die Spieler neue Hinweise oder Ereignisse, diskutieren die letzten Erkenntnisse und befragen sich gegenseitig.

Erst in der letzten Phase („Verdacht und Abstimmung“) stimmt ihr darüber ab, wer der Täter ist.

Die wichtigsten Spielregeln lauten: Nur der Täter darf lügen; alle anderen müssen bei direkten Fragen die Wahrheit sagen. Jeder Spieler darf jedoch Informationen zurückhalten oder beschönigen, solange er nicht konkret befragt wird. Auf diese Weise versuchen alle, ihre Geheimnisse zu wahren.

Die Gäste dürfen die Rollenhefte nicht vorab öffnen. Es reicht, wenn diese am Abend selbst verteilt werden.

Insgesamt gilt: Arbeitet als Gruppe zusammen. Alle Beteiligten tragen zum Gelingen bei. Das gemeinsame Ziel ist es, durch Diskussion und Detektivarbeit den Täter zu entlarven. Als Gastgeber bei unseren Spielen, kannst du ebenfalls mitspielen und musst keine Moderation oder sonstige Aufgaben erledigen. Du bist genau wie alle anderen Teil der Geschichte.

 

Typische Fragen an Verdächtige

Erfolgreiche Ermittler stellen offene, detailreiche Fragen, die zum Erzählen zwingen. Vermeide Ja-/Nein-Fragen und fordere stattdessen Erklärungen ein.

Hier einige Beispiele für kluge Fragen an Verdächtige:

  • Woher kanntest du das Opfer? Wart ihr befreundet, Geschwister, Geschäfts- oder Liebespartner? Eine enge Beziehung kann ein Motiv enthüllen.

  • Wart ihr im Guten auseinandergegangen? Gab es Streit, finanzielle Differenzen oder Affären? Konflikte deuten oft auf ein Motiv hin.

  • Was hast du beruflich gemacht und hattest du dadurch Zugang zur Tatwaffe? Der Beruf kann Hinweise liefern – etwa ein Zahnarzt mit Zugang zu Betäubungsmitteln.

  • Wann hast du das Opfer zuletzt gesehen? Erstellt gemeinsam eine Timeline des Abends: Wer war wann wo, und wer kann das bestätigen?

  • Wo warst du zum Zeitpunkt des Mordes? Frage nach einem Alibi: „Kann jemand bezeugen, wo du warst?“ Fehlt eine Bestätigung, wird es verdächtig.

  • Kennst du jemanden, der einen Grund hatte, das Opfer zu töten? Bitte die Verdächtigen, weitere mögliche Motive im Umfeld zu nennen.

  • Was weißt du über das Testament oder andere Vorteile des Opfers? Geld und Erbschaften sind klassische Motive. Wer profitiert am meisten vom Tod?

  • Warum bist du überhaupt hier? Hinter scheinbar harmlosen Gründen verbergen sich oft tiefere Geschichten aus den Rollenheften.

Ergänzend helfen ungewöhnliche Fragen wie: „Was hast du zum Frühstück gegessen?“ Verdächtige könnten ausweichen oder Unsinn erzählen, der sie verrät.

Halte dir Notizen und kombiniere Antworten mit den gefundenen Hinweisen, um Widersprüche aufzudecken. Nur so lässt sich der „Bösewicht“ überführen.

Wichtiger Punkt sind auch die Uhrzeiten. Analysiert wer wann wo war und was gemacht hat.

 

Hinweise und Verdächtige

Während des Spiels tauchen nach und nach geheime Hinweise und Beweise auf – etwa eine Tatwaffe, ein Tagebucheintrag oder Zeugenberichte. Gehe sorgfältig damit um: Studiere jede neue Information genau und befrage die Verdächtigen gezielt dazu.

Bitte mehrere Gäste, ihre Version eines Ereignisses zu schildern, um Widersprüche zu entdecken. Merke dir: Nur der Mörder darf lügen. Wenn jemand ausweicht oder schweigt, ist das verdächtig – aber kein endgültiger Beweis.

Tauscht euch in der Gruppe aus und überprüft Alibis mit Hinweisen aus den Rollenheften. Oft verrät ein scheinbar nebensächlicher Kommentar den wahren Tathergang.

Nutze die Hinweise konsequent nach Anleitung. Hilfreiche Zwischenfragen sind:
 „Wie bewertest du diesen Beweis?“ oder „Hat jemand noch etwas hinzuzufügen?“

 

Tipps für Mitspieler und Gastgeber

  • Stimmung & Ambiente: Ermutige alle zur Verkleidung (z. B. 80iger Kleidung, Fedora, Maske). Passende Musik und Dekoration verstärken das Erlebnis. Snacks und Getränke sind wichtig, da ein Krimidinner drei bis vier Stunden dauern kann.

  • Als Gastgeber: Lies das Gastgeberheft gründlich und teste Technik sowie Audio vorab. Du kannst selbst mitspielen – niemand kennt die Täterrolle im Voraus.

  • Als Mitspieler: Bleib konsequent in deiner Rolle. Notiere wichtige Informationen, stelle gezielte Nachfragen und befrage Verdächtige in mehreren Runden. Vertraue deinem Bauchgefühl, aber überprüfe neue Hinweise kritisch.

  • Produktideen: Wer weniger planen möchte, kann auf fertige Krimidinner-Sets zurückgreifen. Wir liefern unseren Kunden komplette Fälle inklusive Einladungen, Rollen, Hinweisen und Audio-Material – ideal für Einsteiger und Fortgeschrittene.